Weltenbrand
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Glutwelt

Nur Statik im Fernsehen.

Nein. Es ist kein Fernsehen.

Meine Augen? Nein. Auch die nicht.

Es ist die Luft, da ist etwas in der Luft, ich kann es nicht erkennen, aber es versperrt mir die Sicht. Schnee? Grauer Schnee? Nein, viel zu warm.

Und Schnee riecht anders, duftet nicht nach Teer, Öl, Holzkohle, Benzin – nach Feuer!

Es ist kein Schnee –

Es ist Asche.

Graue Flocken, Brocken, Reste, tanzen, vom warmen Wind getragen um mich, meinen Kopf, herum. Wind, warm, heiß, muffig, Wüstenwind, unerträglich heiß und höchstwahrscheinlich giftig genug um meine Lungen absterben zu lassen.

Ich halte den Atem an und frage mich, wo die Asche herkommt.

In der Hoffnung, die Antwort, vielleicht Rauchsäulen, am Himmel zu erblicken, sehe ich nach Oben.

Keine Rauchsäulen.

Ein Dach aus Rauch.

Schwere schwarze Wolkengebilde versperren jedweden Blick auf das Firmament, reichen unendlich weit in die Ferne.

Der Himmel ist schwarz und spuckt die Aschebrocken aus…

Ich scheine mich an die „Statik“ zu gewöhnen, fange an, mir Bilder, Gegenstände, vorzustellen, fange an, meine Umgebung wahrzunehmen, flackernde Lichter, zackige Umrisse, falsche Konturen und das Glühen…

Es klärt sich.

Wirklich?

Oder kann ich einfach an der Asche vorbeisehen?

Keine Ahnung, aber ich kann sehen.

Als erstes versuche ich, das Flackern auszumachen.

Die Reste eines Baumes brennen noch.

Alle dünnen Äste, jedwedes Laub, die gesamte Rinde, all dies fehlt, er ist nackt und schwarz.

Tot, verbrannt, wo seine Wurzeln auf die Erde treffen sollten findet man nur noch Asche.

Auch auf der Straße liegt Asche. Wird „feucht“ als sie vom Asphalt aufgesogen wird.

Denn was eine feste Straße war ist nun ein zähflüssiger, halbgeschmolzener Brei der dampft und mir den Atem raubt.

Aber was sollte hier noch atmen können außer mir?

In jenem halb eingesunkenem Auto, dem Skelett mit aufgeplatztem Lack, auf den verdampften Sitzen ist nicht einmal mehr menschliche Asche geblieben.

Das glühen der fensterlosen Ruinen um mich herum kommt nicht von überlebenden Bewohnern im Inneren. Nein.

Die steinerne Fassade, der Grundbaustoff an sich, glüht.

Bereit, bei etwas mehr an Hitze den Aggregatszustand zu wechseln und sich als Lava mit der Straße zu vereinen, harren die Häuserstümpfe dessen, was kommen wird, wenn ihr Innerstes abkühlen und dadurch die Statik zerfetzt wird.

KAPITEL WIRD NOCH FORTGESETZT

 

7.7.06 23:47


Aschewelt Requiem

Ich wache weder schweißgebadet noch erschreckt auf.

Ich erwache und halte einpaar wenige, kostbare Sekunden lang an dem Erträumten fest.

Sollte ich als Mensch unter Menschen nicht geschockt oder wenigstens berührt sein, wenn ich unsere Zukunft sehe, beziehungsweise erkenne, dass unsere Zivilisation keine hat?

Aber stattdessen realisiere ich die traurige Wahrheit: Es muss früher oder später soweit kommen, wir sind unser eigener schlimmster Feind und zerstören alles was sich uns in den Weg stellt, egal ob Freund, Feind oder die Hand, die uns ernährt…

Und diese Erkenntnis kann ich mit meinem Inneren vereinbaren, kann auf Grund dessen behaupten, dass mich der Traum nicht weiter berührt als die Nachrichten im Fernsehen, gegenüber denen wir alle bereits so abgestumpft sind, dass sogar Sensationen erfunden werden müssen um uns zum Nachdenken anzuregen.

Und dann, langsam, unmerkbar, verschwindet die Erinnerung, verliert sich im Lauf des Tages;

Die Welt der Wachen bietet genug nebensächliches um meinen Geist zumindest etwas in Bewegung zu halten und von der Nacht abzulenken.

Aufstehen, frisch machen, arbeiten gehen, die kleinen zwischenmenschlichen Gespräche,

nach dem Feierabend den Platz am PC annehmen und in virtuelle Welten abtauchen, telefonieren mit den Resten der Familie und das Auseinandersetzen mit den kleinen und größeren Problemen des selbstständigen Lebens…

Das alles treibt die vagen Erinnerungen an das „Erlebnis“ der letzten Nacht immer mehr in den Hinterkopf, füllt ihn mit nebensächlichen und banalen Inhalten.

Und so kommt es, dass ich mich am Abend schlafen lege, ohne zu Ahnen, was ich geträumt habe, geschweige denn, was mich erwartet…

7.7.06 23:35


Aschewelt

Bin ich wach?

Wo bin ich?

Meine ersten Gedanken an diesem trostlosen Ort.

Langsam schaffe ich es, mich umzusehen.

Ich stehe inmitten einer hügeligen, von Kratern und Gesteinsbrocken übersäten Landschaft.

Alte Ruinen soweit ich Blicken kann, zerborstene Mauerreste, alte Tragpfeiler, von Rost oder ähnlichen zerfressene Stahlrohre, umgeworfene, überwucherte Kolosse…

Vereinzelt versuchen die Reste von Mutter Natur diese Ebenen zurück zu  gewinnen…

Junge Triebe aus verdorrten Bäumen, Grasbüschel, Moos, sogar etwas Efeu und andere Pflanzen, die ich sonst nur als Unkraut kennen gelernt habe.

Ich glaube sogar, das Rascheln von Ungeziefer, Nagetieren, Insekten hören zu können, meine leichte Bewegungen ausmachen zu können…

Bald wird es wieder regnen, und das kühle Nass wird weiteres Leben ermöglichen.

Der grossteil von Mutter Natur hat das, was hier geschehen ist überlebt.

Jetzt, ebenso wie nach der angeblichen Sintflut oder dem Meteoriteneinschlag erholt sich alles wieder, wächst erneut zusammen.

Mutter Natur, unsere Erde, leckt ihre Wunden, heilt ihre Kratzer und pflegt ihre Narben, entwickelt sich weiter.

In diesem Augenblick findet neue Evolution statt:

Pflanzen werden sich steinernen oder asphaltierten Untergründen anpassen, Bäume werden ihre verdorrten Vorfahren umwachsen, verschlingen und ihre Wurzeln werden fähig sein, Nährstoffe aus der Asche und dem vergiftetem Boden zu ziehen;

Tierpopulationen werden neue versteinerte, plastik-isolierte oder gläserne Lebensräume erschließen, jene Orte, von denen sie vertrieben wurden oder in denen sie ausgelöscht wurden zurückerobern…

Neue Spezies werden sich entfalten, neue Raubtiere entstehen, neue Herden- und Opfertiere…

Die intelligentesten werden vielleicht einmal den Blick nach Oben wenden, eine Zivilisation gründen, sich das Feuer untertan machen und die Welt bevölkern. Vielleicht werden sie eines Tages auf die Reste und Ruinen der Städte stoßen, und sich, wie wir bezüglich der Dinosaurier, fragen, was passiert ist…

Kurzum:

Die Welt hat eine neue Chance erhalten.

Die Menschheit nicht.

7.7.06 23:35


Prolog

Jeder Mensch träumt. Diesen Fakt kann niemand abstreiten.

Doch zerfließt der Erinnerungsvermögen der meisten Menschen nach dem Aufwachen… Sie vergessen…

Man schlägt die Augen auf, erinnert sich, wer man ist, wo man sich befindet, gegebenenfalls wer die Person(en) neben einem ist – Aber die Träume, unsere Reisen in der Nacht, werden vergessen.

Selbst die schlimmsten Alpträume hinterlassen zwar das mulmige Gefühl der Angst, aber bereits nach kurzer Zeit ist auch ihr Inhalt verschwunden.

Manche von uns führen „Traumtagebücher“, versuchen sich in Traumdeutung, andere bemühen sich um so genannte „Traumreisen“, versetzen sich in Trance um mit ihrem Unterbewusstsein Kontakt aufzunehmen… „Traumwissenschaften“…

Auch andere, eher „Antiesoterisch“ orientierte Gruppen haben versucht, unsere Träume zu analysieren: Psychologen, Wissenschaftler, allen voran Biologen, Neurologen und wie sie alle heißen… Laut ihnen sind unsere Träume kein Fenster in die menschliche Seele, Vergangenheit oder Zukunft, sondern „nur“ ein Hintergrundprozess unserer zentralen Denkmaschine namens Gehirn, um mit dem Erlebten fertig zu werden, unsere Sinneseindrücke abzuspeichern und Erinnerungen im Langzeitgedächnis festzuhalten…

Doch wie erklären sie sich dann Träume von nie erlebten Situationen, Vorahnungen, dem Gefühl etwas schon einmal erlebt zu haben oder ähnliches?

Garantiert sehr trocken und auf rein theoretischer Basis.

Hunderte, tausende von Theorien, Hypothesen Abhandlungen… Aber ein einziger bewiesener Fakt? Nein. Nicht einmal „ungesundes Halbwissen“…

Alles was wir wissen, ist, dass wir nichts wirklich wissen, im Bezug auf unsere kleinen „nächtlichen Abenteuer“…

Doch warum dieser Prolog, wenn feststeht, dass ich nichts neues zu diesem Thema sagen kann? Weil es das Thema des Buchs ist.

Kein Traumtagebuch.

Keine Traumanalysen.

Ein Buch über Träume.

Oder eher: Ein Buch über die Geschichte eines Traumes…

7.7.06 22:47


Deckblatt

Ambariolf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Oder:
Weltenbrand

 

Von
Winterbrand Nachtbringer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Prometheus brachte den Menschen das Feuer um sie zu wärmen, Ihnen Licht zu geben, Ihnen Geborgenheit und Hoffnung zu schenken.
Aber Irgendwann wird jemand kommen, dieses Feuer nehmen um all dies zu beenden, sich die Welt Untertan zu machen…“
[Grimoire XII]
7.7.06 22:46


Willkommen

Nun da ich für kurze Zeit wieder Zuhause bin, kann ich ja meine geistigen Ergüsse einem kleinen, Ausgewählten Teil der Menschheit präsentieren.
Auf diesen Seiten werdet ihr ab heute immer wieder auf dem neuesten Stand gehalten was den "Weltenbrand" angeht. Viel Spaß beim Lesen und kommentieren,
greetz
W. N.
Stefan
7.7.06 22:41





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